
Nordenham. Hört das menschliche Herz auf zu schlagen, ist Eile geboten: Lebensrettende Maßnahmen müssen sofort ergriffen werden. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens soll diese Erste Hilfe an der Realschule I jetzt technisch unterstützt werden: Ein Automatischer Externer Defibrilator, kurz AED, kann künftig im Notfall zum Einsatz kommen.
Das Kollegium der RS I sowie das weitere Hauspersonal wurden jetzt in die Nutzung des computergesteuerten Systems eingewiesen. Enrico Przystawik, Mediziner bei den Maltesern, informierte über die fachgerechte Nutzung des Gerätes.
Plötzlicher Herzstillstand trete nicht nur bei älteren Menschen auf, sagte Enrico Przystawik. Häufig seien – aus unterschiedlichen Gründen – auch junge Menschen betroffen. Seiner Ansicht nach wäre es das Beste, wenn alle Schulen über einen Defibrilator verfügen würden. Der Defibrilator komme zum Einsatz, wenn eine Person nicht mehr ansprechbar ist, nicht atmet und keinen Puls hat. In einem solchen Fall würden Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden. Zugleich könne eine weitere Hilfsperson den Defibrilator holen. Mittels auf den Körper geklebter Elektroden ermittele das Gerät, welche weiteren Maßnahmen nötig sind. Auch das Abgeben eines Elektroschocks könne durch das Gerät erfolgen.
Die Anschaffung des Defibrilators für die Realschule I wurde mit Spenden finanziert. Die Gesamtkosten teilten sich 16 Nordenhamer Firmen.
Quelle: Kreiszeitung Wesermarsch (11. Mai 2011)



