Mit Kreppband zum Konfliktlotsen

Wochenende wird zur Ausbildung für neue Konfliktlotsen genutzt

Am Freitag und Samstag, 11. und 12.  November 2011, trafen sich vier erfahrene Konfliktlotsen, Frau Drieling und zehn „Auszubildende“. Die "Neuen" sollen das Konfliktlotsenteam der Schule verstärken.

Mit ein paar Spielen wurden die „Auszubildenden“ in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche vom Zuhören bis zum Streitschlichten eingeführt. Das erste Spiel hieß „Türöffner & Knaller“. Der „Türöffner“ steht für das Vertrauen schaffen und der „Knaller“ bedeutet soviel wie kein Feingefühl zeigen. Durch aktives Zuhören soll das Vertrauen gewonnen werden und am besten sollten keine Sätze fallen wie „Ach, stell dich doch nicht so an“. Dies wäre dann der Knaller.

Mit zwei Rollenspielen sollten die „Azubis“ ein Gefühl dafür bekommen, einen Streit zu schlichten. Die Streitszene wurde von den vier erfahrenen Konfliktlotsen gespielt. Nach den praktischen Übungen wurde auch etwas Theoretisches geschrieben: ein Test. Im Text wurden Fallbeispiele gegeben, die geschlichtet werden sollten. Wie sich ein Konfliktlotse hier verhält, wurde anschließend besprochen.

Der Samstagmorgen begann mit der Aufstellung einer „Konfliktlandschaft“. Konfliktlotsen, „Azubis“ und Frau Drieling sprachen über ihre eigenen Konflikte, wie sie sich dabei verhalten haben und was sie hätten besser machen können. Nicht jede Lebensschwierigkeit stellt für jemanden einen Konflikt dar. „Ist es ein Konflikt, ja oder nein?“ - Über diese Frage mussten sich die zukunftigen Streitschlichter Gedanken machen, als sie sich am Ende einer Kreppbandlinie aufstellten. Die Linie diente als Skala. Frau Drieling erzählte Fallbeispiele. Wenn es ein Konflikt war, stellten sich die Neulinge an den Anfang der Linie beim „Ja“, sonst blieben sie zurück.

Abschließend übten die Konfliktlotsen das Zuhören. Gutes Aufpassen war gefragt. Bei einer vorgespielten Szene wurde gezeigt, wie man nicht zuhören sollte. Abschließend trainierten die Schüler, wie es richtig zu machen ist.

 | Text: Janine Kuck, Kl. 10b |
| Bilder: Frau Drieling |

 
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