Auf der Suche nach dem „Schrei“

WPK Kunst der 10. Klassen besucht Edvard Munch Ausstellung in Bremen

Wie kann ein Künstler jemanden beleidigen, ohne es offensichtlich auszusprechen? Edvard Munch hat dies geschafft. Er malte ein Portrait eines ihm verhassten Menschen, malte Zackenlinien um dessen Portrait und vermittelte so seine Verachtung.

Diese und andere Erkenntnisse gewannen wir vom Wahlpflichtkurs Kunst 10 auf unserer Exkurusin nach Bremen. Die Kunsthalle Bremen bot eine Ausstellung mit Werken von Edvard Munch, einem norwegischen Maler, an. Begleitet von Frau Gewinn und Frau Herter machten wir uns auf die Suche nach Bildern wie dem berühmten „Schrei“.

Munch ging sehr grob mit seinen Bildern um. Er hing sie an Bäumen auf oder ließ sie im Wind und Regen stehen. Ein großes Geheimnis sind die „Rätsel hinter der Leinwand“. Der Künstler hatte, wenn er mit einem Bild unzufrieden war, einfach eine neue Leinwand über den Keilrahmen gespannt. Dies wurde erst entdeckt, als Kunstwissenschaftler die Bilder mit UV-Licht bestrahlten und Farbe unter dem eigentlichen Bild fanden. Manchmal ließ er die alte Farbe auch einfach trocknen und malte darüber. So sieht man zum Beispiel in einer Landschaft noch Ansätze einer Frau.

Fasziniert liefen wir unter der Führung einer Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen durch das Meer aus Bildern. Auffallend war, dass Munch viele deprimierende, dunkle Werke gemalt hat. Er sprach mit seinen Bildern Konflikte und ihn schockierende Dinge an. Nach dem Rundgang malten wir Bilder von unseren Eindrücken der Munch-Kunstwerke.

„Es war faszinierend, all die Kunstwerke von einem so berühmten Maler zu sehen. Doch mir persönlich waren seine Bilder zu deprimierend, ich konnte mich nicht wirklich mit seiner Kunst identifizieren“, sagte Greta Roth (Klasse 10c) nach dem Tag in Bremen.

| Text: Merle Gerdes, Kl. 10c |
| Fotografik: Justin Tönjes und Tarek Larisch, Kl. 10b |

 
Zum Anfang