"Find the story" - oder sonst noch Wünsche?
Zehntklässler im Trainingscampstress
Piep, Piep, Piep, Piep - „Mach den Sch*** aus, Magger!“ - Genau das waren die ersten herzlichen Worte meines Samstags. Und ja, es hätte echt noch besser kommen können. Erstens: Es war mein Handy, das da klingelte, und zweitens es war 7 Uhr morgens. Das Positive: Meine Laune könnte nur noch steigen. Kaum raus aus der Dusche, musste ich dann auch gleich zum Frühstück. Mittlerweile war es 8 Uhr. Auf dem Programm las ich nur „Find the story“. Ja, endlich! Raus aus dem Haus. Dicke Jacke an, Handschuhe an, Schal umgebunden – ab geht’s in die „City“.
Schon gleich zu Anfang fiel uns etwas auf: ein leerer Platz. Das Schmunzeln kam auf, als wir dann ein Schild sahen mit der Aufschrift „Bremervörder Jahrmarkt“. Als wir uns dann umgedrehten, sahen wir schon etwas viel Interessanteres: Den Park der Sinne, „Das Haus am See“ um genau zu sein. Wie das nun einmal ist, schoss uns erstmal das gleichnamige Lied in den Kopf mit der Songzeile „Und am der Ende der Straße steht ein Haus am See“ von Peter Fox. Ein altes Bauernhaus, und irgendwie war’s wirklich total nett anzuschauen. Ich mochte es. Tja, und aus genau dem Grund haben wir dann auch das Haus für unsere „Find the story“-Aufgabe genommen. Eigentlich war es mit das Beste, was wir überhaupt nehmen konnten: Es hat einen geschichtlichen Hintergrund, den wir natürlich, leider Gottes, nicht wirklich herausfinden konnten. Grund dafür waren die „tollen“ Öffnungszeiten, die das Lokal eben so anbietet. Werktags geöffnet und genau heute eine geschlossene Gesellschaft – beste Vorraussetzungen für eine Recherche.
Neustart am Nachmittag
Mit den „alten Hasen“ Sören Hampel und Sören Schweers im Handgepäck liefen wir nachmittags bei bestem Herbst-Winter-Wetter noch einmal in Richtung Vörder See, wo uns dann eine überaus nette Dame darauf hinwies, dass sie keine Zeit hätte. Recherche-Ende. „Internet!“ hörten wir Arne dann nur noch sagen, was auf einen, wie sich später herausstellte, ziemlich guten „Rechercheort“ hinwies. Okay, passt – nehmen wir! Schnell wieder ins warme Zimmer des „Ostels“, vor den Rechner und zu klassischer Musik im Wiederholungsmodus einen druckreifen Text schreiben – das WAR unser Plan. Obwohl wir genau 30 Minuten vor der Abgabe angefangen haben, war der Text eigentlich ziemlich gut. Schade nur, dass ich dafür das Hungern lernen musste. Aber hey, was tut man nicht alles für einen der schönsten, rührendsten, atemberaubendsten und phänomenalsten Texten über Häuser? Genau, man tippt sich die Seele aus den Fingern.
Und dann kam die wohl beste Nachricht meines Lebens: „Tarek, du schreibst jetzt eben deinen anderen Text zu Ende.“ Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich meine Laune der von heute Morgen anglich. Na ja, und jetzt sitze ich hier, schreibe meinen Text, zeige ab und zu meinen Zimmerkameraden Arne und Justin ein paar Textstellen und wir lachen ein bisschen. Ein Zeichen, dass dieser Text gar nicht so schlecht sein kann. Das wohl schönste Ende der Geschichte – tada.
| Text: Tarek Larisch, Kl. 10b |



